ARTSCREEN - Videokunst auf Infoscreens in U-Bahnhöfen in Bonn, Düsseldorf, Essen und Köln, 14. 1. bis 2. 3. 2000.

... zwischen Nachrichten, Veranstaltungstipps und Werbung auf 25 Infoscreens (Video-Projektionen) in 9 U-Bahnhöfen.


U-Bahnhöfe und Infoscreens

Ein Ort unter der Stadt. Ein Übergangsort: Der U-Bahnhof ist ein reiner Zweckort, man hält sich nicht auf, verschwendet keine Zeit: keine Cafes, kein Licht, keine Natur. Die U-Bahn-Linien sind die Adern der Stadt, sie transportieren die Menschen in alle Richtungen, funktionieren nach Fahrplan. Wer den nicht kennt, der muß warten: Ein unterirdischer Bahnhof hat eine eigene Atmosphäre; außer Gleisen und Tunnels, haltenden und abfahrenden Zügen, wartenden, ein- und aussteigenden Menschen findet wenig statt. Den Infoscreens kann fast nicht ausgewichen werden. Infoscreens mit Nachrichten, Werbung und Veranstaltungstips 'erlösen' einen vom demütigen Zubodengucken oder dem Beobachten anderer Personen.

Kunst auf Infoscreens

Was ist eine Stadt ohne Kunst? Die U-Bahnhöfe sind bislang kunstfreie, funktionale und zweckgerichtete Räume. In den Infoscreens haben wir ein Medium entdeckt, das gerade hier andersartiges Leben in die gewohnte Welt bringt. Hier können Kunstvideos auch Menschen, die keine Museen und Galerien besuchen, erreichen und überraschen. Die Wahrnehmung der Wartenden kann sich verändern: Sie entwickeln eine neue Aufmerksamkeit, wenn sie zwischen den gewohnten Beiträgen aus Information und Werbung etwas sehen, was sie nicht sofort einordnen können.

  

Video art on ‘Infoscreens’ in subway stations in North Rhine-Westphalia

In collaboration with the company Infoscreen City Information, Inc., the first project took place beginning of 2000.

From January 12 and to early March 2000, 12 artists presented simultaneously ten silent videos on 25 screens in nine subway stations in Bonn, Duesseldorf, Essen and Cologne. Each video was 20 seconds in length and embedded in the daily regular program of news, advertising and tourist information. Two different video films were presented daily every seven to eight minutes and the program was repeated after six weeks.

Simultaneously a presentation was held at the Hall of Art Duesseldorf where 200 guest were greeted by Director Marie Luise Syring.